SPD Ortsverein

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 Flughafenausbau   

   Unsere grundsätzliche Position dazu aus dem Februar 2010:
   Der richtige Umgang mit dem Flughafenausbau 
 

   Offene und bürgernahe Kommunikation

   Wir informieren offen, verständlich, ausgewogen und zeitnah  zum Flughafenausbau und erklären gern unsere Meinung dazu. Die  
   betroffenen Mitbürger müs­sen in Zeiten der konkreten Veränderung begleitet werden. Das wollen wir tun und Ansprechpartner sein.
   Dies erwarten und fordern wir von allen anderen Verantwortlichen in politischen, öffentlichen und weiteren relevanten Funktionen.
   Herr Bezirksbürgermeister, Politik ist auch eine Frage des Stils!        

 

   Forschungsflughafen oder Verkehrsflughafen

   Das unterstützen wir: Ansiedlung weiterer Forschungs- und universitärer Einrichtungen sowie innovativer Technologie-Unternehmen am
   Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg. Dies sichert und schafft moderne und lohnenswerte Arbeitsplätze. Nur des­halb war
   und ist für uns ein Ausbau des Flughafens überhaupt akzeptabel. Dies wollen wir nicht: Einen Verkehrsflughafen mit verstärk­tem
   Charter- und Frachtverkehr. Derartige Flughäfen gibt es bereits in der Nähe (Hannover, Magdeburg). Die Mehrzahl der  deutschen
   Regionalverkehrsflughäfen arbeitet mit hohen Verlusten!

  

   Der Wald und unsere Einstellung zur Natur

   Lippenbekenntnisse und Imagebroschüren pro Umwelt sind gut. Doch jetzt wird es konkret – es geht um einen schützenswerten Wald.
   Auch wenn wir alle Argumente für eine Startbahn-Verlängerung versuchen zu verstehen, so fällt uns doch eines ungemein schwer:
   Nachzuvollziehen, warum tausende Bäume abgeholzt werden müssen, damit u.a. einige wenige VW-Manager bequemer in die Ferne
   fliegen können. Das können weder VW als umweltbewusstes Unternehmen noch wir so meinen und akzeptieren!

   Flughafenausbau jetzt oder in Wichtigeres investieren?

   Die Flughafengesellschaft hat das Recht, die Startbahn jetzt zu verlän­gern. Das richterliche Urteil dazu akzeptieren wir. Nur, wo sind die
   zwingenden Gründe, jetzt den Ausbau vorzunehmen? VW will angeblich seine Langstreckenflüge weiterhin von Hannover aus tätigen
   und auch der DLR Airbus wird noch lange Zeit an anderer Stelle eingesetzt werden. Daher fordern wir einen Ausbaustopp und den Ein­
   satz der bereitstehenden finanziellen Mittel für andere wichtige Zwecke (z.B. Schulsanierung). Aufgrund der Finanz- und
   Wirtschaftskrise muss die Stadt Braunschweig (Haushaltsloch!) jede Investition auf den Prüfstein stellen. Dabei kann nur eines
   herauskommen: Nicht mehrere Millionen Euro jetzt für den Flug­hafenausbau!

 

   Verkehrskonzept pro Mensch statt  Verkehrschaos

   Mit Kappung der Grasseler Straße steht eine wichtige Verkehrsanbindung an „Inner“-Braunschweig nicht mehr zur Verfügung. Dies wird
   voraussichtlich für Jahre der Fall sein. Der Verkehr wird sich dann durch unsere Ortschaften quälen und uns alle belasten. Allein schon
   deshalb  fordern wir einen sofortigen Stopp des Flughafenaus­baus, bis ein Verkehrskonzept vorliegt, das eine zeitgleiche Schaffung von
   alter­nativen Verkehrs- und Busanbindungen sicher stellt (Stichwort Tunnel bzw. Ostumgehung und Bienroder Spange). Unsere Prämisse
   hierbei: Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Entlastung der Wohngebiete von Individualverkehr.

 

   Der SPD-Ortsvereinsvorstand, 16.02.2010

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    Kurz notiert (21.11.10): "Vom 22. November an werden Bäume gekappt"
                                           - Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 13. November 2010
.

   Kurz notiert (05.12.10): "Nur "Lappalien" oder "skandalöse Justizschelte"
                                           - Artikel dazu in der nB - neue Braunschweiger Zeitung vom 05. Dezember 2010  
   Nach dem Rosenbaum-Urteil - der Ratsherr der BiBS wurde verurteilt, weil er mehrfach gegen Auflagen in Zusammenhang mit den
   Versammlungen im Querumer Forst verstoßen habe - kommt es jetzt zu kontroversen Meinungsäußerungen von Personen
   verschiedenster Parteien und anderer Institutionen inkl. OB und Justiz; dies angestoßen durch eine Stellungsnahme von BÜNDNIS 90
   DIE GRÜNEN. Der diesbezügliche Artikel in der nB - neue Braunschweiger Zeitung vom 05. Dezember stellt in erfreulich neutraler Weise
   die Situation und die Hintergründe dar.
   Wir als SPD Ortsverein, der natürlich den Flughafenausbau und die Widerstände hier vor Ort hautnah erlebt, können diese weitere 
   Stufe der unnötigen Eskalation nur zutiefst bedauern. Sachlich und vor allem zwischenmenschlich gesehen, darf die Benutzung eines 
   Megaphons bei weniger als 50 Versammlungsteilnehmern, das kurzfristige Betreten einer abgeholzten Fläche im Wald oder die
   kurzfristige rechtswidrige Versammlung ("Straßenblockade") bei dieser Auseinandersetzung in Summe nicht als willentlich krimineller
   Akt gewertet und jemand dadurch zum verurteilten Vorbestraften werden. Das dürfen wir uns alle als Gemeinschaft nicht antun.
   Wir fordern daher insbesondere die Meinungsmacher und maßgeblichen -transporteure beider Lager auf :
   -  Hört auf, euch durch Megaphone, Zeitungen und über das Internet immer wieder persönlich Unredlichkeiten in superlativer
      Formulierung vorzuwerfen!
   -  Sorgt stattdessen endlich dafür, dass es zu einer wirklichen Gesprächsrunde von Befürwortern und Gegnern des Flughafenausbaus
      kommt. Dass so etwas Sinn macht und deeskalierend wirkt, hat Stuttgart 21 bewiesen. Wo ist unser Heiner Geißler? 
   -  Nehmt Verantwortung für das Gemeinwohl wahr und stellt euch und eure persönliche Befindlichkeiten hinten an. Und denkt daran,
      Veränderung - z.B. in der Art des Umgangs miteinander - fängt zunächst immer bei einem selbst an. Wartet nicht darauf, dass der
      andere den ersten Schritt macht.
     
     

 Flughafennahe Gewerbegebiete  

   Ein wesentliches Argument für den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist die Stärkung und der Ausbau des
   Wirtschaftsstandortes Avionik-Cluster Braunschweig und damit als übergeordnetes Ziel die Schaffung von hochwertigen Arbeits- und
   Ausbildungsplätzen in Gewerbe und Dienstleistungen im Umfeld. Arbeitsplätze sollen vor allem durch die Ansiedlung von
   forschungsintensiven Unternehmen - keine Produktion -  in den Gewerbegebieten Kralenriede Ost und Flughafen West geschaffen
   werden, die zusammen 138.000 Qudratmeter umfassen. Es geht um kleinere und mittlere Einheiten mit Laboren und Versuchshallen. 

   Nur die Aussicht, dass eine erhebliche Anzahl an Arbeitspätzen durch den Flughafenausbau im Avionik-Cluster geschaffen werden
   sollen, machen den Ausbau der Start-/Landebahn überhaupt für die SPD im Noden Braunschweigs akzeptabel!!
   Wir werden daher genau beobachten, was diesbezüglich in nächster Zeit passieren wird

   Kurz notiert (22.10.10):  Im Gewerbegebiet Kralenriede Ost wird das erste Unternehmen angesiedelt. Derzeit entsteht ein Neubau für
   das braunschweigische Unternehmen s.m.s. smart microwave sensors GmbH, einem Spezialisten für hochperformante Radarsysteme 
   (u.a. für
 Automobile und Verkehr). Das Unternehmen passt prinzipiell in das Raster der erwünschten Ansiedlungen. Viele neue
   Arbeitsplätze werden dadurch in Braunschweig zunächst wohl nicht geschaffen, da scheinbar nur eine örtliche Verlagerung vom
   Panther Business Center am Mittelweg in das Gewerbegebiet Kralenriede Ost statt findet. Das Unternehmen wuchs in den letzten
   Jahren stark, was für die Zukunft hoffen lässt.  

   
   Neubau des Bürogebäudes des s.m.s smart microwave sensors GmbH im Gewerbegebiet Kralenriede Ost